Tipp 1 :
Erste Hilfe bei Erfrierungen.
Nicht nur beim Eisklettern ist der Körper niedrigsten Temperaturen ausgesetzt. Wer falsch gekleidet ist, riskiert Erfrierungen: Blutgefäße verengen sich, das Gewebe bekommt zu wenig Sauerstoff, stirbt ab. Die Haut wird erst rot, dann wachsweiß. Wir sagen, was bei Frostschäden hilft:
Zuerst feuchte oder engsitzende Kleidung vorsichtig ausziehen. Dann die tiefgekühlte Stelle mit der anderen Hand oder unter der Achsel oder zwischen den Beinen vorsichtig aufwärmen. Auf jeden Fall verboten: das Massieren oder das Warmreiben des frostigen Körperteils mit Schnee.
Wenn die erfrorene Stelle trotzdem keine Farbe zurückerlangt: in lauwarmes Wasser (Achtung, nur wenig über Körpertemperatur!) tauchen und auf diese Art langsam, aber sicher auftauen lassen. Die Entfrostung dauert insgesamt ungefähr zwanzig bis vierzig Minuten).
Auf keinen Fall darf die Stelle noch mal erfrieren. Deshalb das Körperteil warm halten (z. B. mit einem Schal). Ein leichter Verband darunter schützt vor Verletzungen und Infektionen. Und danach nichts wie ab zum Arzt
Tipp 2 :
Psoriasis (Schuppenflechte)
Noch nicht heilbar - aber mit einem individuellen Behandlungsprogramm ist Linderung der Beschwerden möglich
Es ist wie eine wandelnde Zielscheibe. Immer wenn Sie denken, der dicke, rote, juckende Hautfleck am Knie verschwindet, blüht er wieder auf.
Falls Sie oder einer Ihrer Bekannten an Psoriasis leidet, dann wissen Sie, wie frustrierend und bedrückend diese Erkrankung sein kann.
Es gibt keine bekannte Heilmethode für diese chronische Hautkrankheit, an der etwa 2 Millionen Deutsche erkrankt sind. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Schuppenflechte erträglicher zu machen. Dazu gehören Methoden einer individueller Behandlung und die Suche nach den Auslösern der akuten Schübe.
Bei der Schuppenflechte erneuert sich die Haut bis zu 9-mal so schnell wie normal
Normalerweise brauchen Hautzellen zur Ausreifung und Abschilferung etwa 28 Tage, um zu reifen und abgestoßen zu werden. Bei der Psoriasis reifen die Hautzellen viel schneller - in nur 3 bis 6 Tagen. Die Haut bildet infolgedessen eine raue, trockene Außenschicht.
Es gibt verschiedene Arten der Psoriasis und keine davon ist ansteckend. Die häufigste Form ist die so genannte fleckenförmige Schuppenflechte oder die Flechte en Plaque. Sie beginnt mit kleinen roten Höckern auf der Hautoberfläche. Langsam vergrößern sich diese und führen zu einer Ansammlung roter, entzündeter Flecken, die mit Schuppen und abgeschilferten Hautzellen bedeckt sind.
Niemand kennt die Ursache von Psoriasis. Erbfaktoren und das Immunsystem scheinen eine Rolle zu spielen. Wenn Sie an Psoriasis leiden, sind die Schübe oft an einen Auslöser gebunden. Ein akuter Schub kann zum Beispiel durch eine Infektion in einer anderen Körperregion, ausgelöst werden. Oder er kann nach einer Hautverletzung auftreten. Auch Stress und andere Umweltfaktoren können der Grund für einen Schub sein. Von einigen Medikamenten wie Betablockern und Lithiumpräparaten weiß man, dass sie Schübe auslösen können.
Die Erkrankung entwickelt sich gewöhnlich langsam. Obwohl sie in jedem Alter auftreten kann, erscheint sie im Allgemeinen zum erstmals in der Pubertät oder im Alter um die 40 Jahre. Gelegentlich ist sie mit einer Gelenkentzündung verbunden (Arthritis psoriatica).
Jeder Patient hat eine ganz individuelle Erscheinungsforrn
Die Psoriasis ist eine Krankheit, die nicht einheitlich ist. Sie kann in jeder Körperregion auftreten, am häufigsten jedoch an den Knien, den Ellbogenrückseiten und am Rumpf.
Die meisten Patienten leiden an einer leichten bis mäßig schweren Form dieser Erkrankung. Sie kann jedoch auch schwerer verlaufen und mehr als die Hälfte des Körpers befallen. Die Schübe können über Wochen oder Monate anhalten und dann wieder nachlassen.
Tipp 3 :
Orthostattische Hypotonie - Wenn Ihnen beim Aufstehen schwarz vor Augen wird
Das Telefon klingelt. Als Sie aufstehen wollen, um den Hörer abzunehmen, halten Sie inne; Sie fühlen sich wie ohnmächtig. Sie greifen nach einem Stuhl und müssen sich stützen, denn Sie sind zu schnell aufgestanden.
Eine gelegentlich auftretende, sekundenlange Benommenheit beim Aufstehen kann normal sein. Wenn Ihnen aber beim Aufstehen regelmäßig schwindelig wird, kann das an einer gesundheitlichen Störung liegen, der orthostattischen Hypotonie, einem chronischen Blutdruckproblem.
Die orthostattische Hypotonie kann besonders bei älteren Menschen zu Stürzen führen. Mit Hilfe einiger einfacher Maßnahmen können die Patienten die orthostattische Hypotonie allerdings gut bewältigen.
Beim plötzlichen Aufstehen sackt der Blutdruck für einen kurzen Moment ab
Niedriger Blutdruck wird auch Hypotonie genannt. Mit dem Begriff orthostattische Hypotonie ist ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks beim Aufstehen gemeint.
Wenn Sie aufstehen, fließt Ihr Blut vom Kopf weg und hin zu den Füßen. Um dem entgegenzusteuern, schlägt Ihr Herz schneller und die Blutgefäße ziehen sich zusammen. Der Blutdruck steigt dann schnell an und das Blut wird rasch zum Kopf zurückbefördert.
Wenn diese Reaktion jedoch in irgendeiner Weise verlangsamt ist, kann es kurzzeitig zu einem ungenügenden Blutzufluss zum Gehirn kommen. Dadurch können Sie sich wie benebelt fühlen.
Das Hautsymptom der orthostattischen Hypotonie ist das Gefühl, Ihnen werde schwarz vor Augen (anders als das Schwindelgefühl, dass man empfindet, wenn man sich mehrmals um die eigene Achse gedreht hat). Eventuell sehen Sie Punkte vor den Augen und fühlen sich einer Ohnmacht nahe. Die Symptome sind morgens, nach dem Essen oder nach einem Bad meist stärker ausgeprägt.
Obwohl diese Störung nicht lebensgefährlich ist, kann die orthostattische Hypotonie einen Bewusstseinsverlust verursachen und dadurch eine Verletzung durch einen Sturz nach sich ziehen.
Tipp 4 :
Shiitake-Pilze: Genießen Sie sie immer gekocht
Japanische Shiitake-Pilze sind mittlerweile die zweithäufigsten Speisepilze in Deutschland und werden auch roh angeboten. Vorsicht: Genießen Sie die Pilze, die oft Bestandteil von Speisen in asiatischen Restaurants sind, nur gar gekocht. Roh oder halb gar können sie zu Hautausschlag führen. Die Symptome zeigen sich bereits am nächsten Tag nach dem Essen: Die Haut juckt: sie ist mit zahlreichen roten Streifen überzogen, die mehrere Wochen bleiben können. Auslöser ist offenbar ein in den Pilzen enthaltenes Polysaccarid, das erst durch Kochen abgetötet wird.
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