Tipp 1 :
Kleine Helfer, wenn zu Weihnachten der Magen streikt
Spaziergang an der frischen Luft:
Mit etwas Bewegung helfen Sie Magen und Darm bei der Verdauung und bringen Ihren sesselverwöhnten Kreislauf wieder in Schwung. Außerdem kann ein verkaterter Kopf dabei richtig Sauerstoff auftanken.
Kamillen - und Fencheltee:
beruhigen den beanspruchten Magen nach einem üppigen Festtagsschmaus. Auch die in Kümmel und Anis (z.B. in Gebäck und Tee) enthaltenen ätherischen Öle sind wirksam. Sie fördern die Verdauung, regen die Magenbewegung an und steigern die Produktion von Magen- und Gallensäuren.
Magenbitter und Digestif:
unterstützen in kleinen Mengen den Magen durch enthaltenen Alkohol und Begleitstoffe, die bei der Herstellung der Getränke entstehen. Der Magen sondert vermehrt Säure ab. Kräuterextrakte, insbesondere Bitterstoffe, unterstützen diese Wirkung.
Die Tage nach dem Fest:
Jetzt sollten Sie Ihre Ernährung wieder auf “normal” umstellen. Entscheiden Sie sich morgens z.B. für ein ballaststoffreiches Müsli mit frischem Obst und Leinsamen, trinken Sie über den Tag verteilt viel Früchte- und Kräutertee, essen Sie möglichst fettarm, aber gemüsereich. Wer möchte, kann ein, zwei Tage ganz auf “Entzug” gehen: nur mit Obst- und Gemüsesäften. Und natürlich mit viel Bewegung die Trägheit bekämpfen!
Tipp 2 :
Aortenstenose - Wenn das Herz störende Geräusche macht
Es geht Ihnen gut, aber bei einer Routineuntersuchung hat Ihr Arzt ein Geräusch über dem Herzen entdeckt. Er vermutet eine Verengung in der Aortenklappe des Herzens (Aortenstenose).
Eine Aortenstenose verursacht normalerweise nicht unmittelbar Symptome. Aber einmal entdeckt, ist eine sorgfältige Kontrolle unabdingbar. Treten Symptome auf, müssen die Herzklappen umgehend operativ ersetzt werden. Ohne medizinische Überwachung kann die Aortenstenose zu schweren Herzproblemen oder sogar zum plötzlichen Tod führen.
Eine Klappe verhindert den Rückfluss des Bluts
Mit einem Herzschlag pumpt die linke Seite des Herzens (linker Ventrikel) das Blut durch eine Klappe (Aortenklappe) in die große Schlagader, die Aorta. Uber die Aorta wird das Blut in den Körper geleitet. Wenn sich der linke Ventrikel entspannt, schließt sich die Klappe. Ein Zurückfließen des Bluts wird so verhindert.
Wenn die Aortenklappe verengt ist, wird der Blutausstrom aus dem Herzen vermindert. Der linke Ventrikel muss mehr arbeiten, um genügend Blut durch die verengte Klappe zu pumpen. Im Laufe der Zeit führt die zusätzliche Belastung zu einer Verdickung des Muskels des linken Ventrikels (Hypertrophie). Schließlich kann der Herzmuskel nicht mehr die zusätzliche Belastung bewältigen. Er ist außerstande, genügend Blut in den Rest des Körpers zu pumpen. Das Herz versagt zunehmend. Ein Zustand den man congestives Herzversagen nennt.
Eine frühe Diagnose ist schwierig
Obwohl eine Aortenstenose in jedem Alter auftreten kann, ist sie typisch für ältere Personen, besonders für Männer. Ein altersbedingter Verschleiß und zunehmende Ablagerungen verursachen meist eine fortschreitende Verengung.
Die Aortenstenose kann auch bei Personen entstehen, die mit einer abnormen Aortenklappe geboren wurden und anfälliger sind für Ablagerungen, die die Klappe verhärten und verengen. Die Verengung kann auch die Folge eines rheumatischen Fiebers sein.
Der Verlauf einer Aortenstenose variiert von Patient zu Patient. Sie kann für Jahre vorhanden sein, bevor sich überhaupt Symptome zeigen. Meist tritt sie bei einer Herzinsuffizienz auf. Aber auch wenn das Herz noch normal pumpt, können Patienten Symptome verspüren. Müdigkeit, Schwäche, Kurzatmigkeit bei Anstrengung oder nachts und Schwellung der Knöchel gehören dazu. Es können Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris) auftreten und bei Anstrengung manchmal eine Ohnmacht. Der plötzliche Herztod ist selten, aber eine große Sorge derjenigen, die bereits an Symptomen leiden.
Eine rechtzeitige Behandlung ist unbedingt notwendig
wenn ihr Arzt vermutet, dass Ihr Herzgeräusch von einer Aortenstenose herrührt (es gibt auch andere Erkrankungen, die ein Herzgeräusch hervorrufen können), bedarf es eventuell mehrerer Untersuchungen, um die Diagnose zu bestätigen und die Schwere der Erkrankung abzuschätzen.
Tipp 3 :
Kälte ist Gift bei Halsentzündung
Häufig hört man den Ratschlag, bei Halsschmerzen viel Eis zu essen. Dies würde die Heilung fördern. Wer auf diesen, sicherlich gut gemeinten Rat hört, verschlimmert garantiert seine Erkrankung.
Der Rat basiert nämlich auf einem falschen Rückschluß: Nach einer Hals- beziehungsweise Mandeloperation verschreiben die Ärzte viel Eis essen. Dabei dient das Eis aber nicht der Heilung einer Entzündung, sondern dazu, das Abschwellen der Operationswunden zu beschleunigen.
Bei Halsschmerzen, die durch eine Entzündungen verursacht werden, hilft hingegen neben den üblichen Maßnahmen vor allem Wärme, etwa eine Schal.
Tipp 4 :
Soviel Bewegung brauchen Sie wirklich
Bewegung ist lebenswichtig, von ihr hängen Gesundheit, Fitness und Gewicht ab. Entscheidend ist die richtige Dosis. Wir verraten Ihnen, wie viel Sie tatsächlich brauchen.
„Still gestanden!“ bekommt keinem auf Dauer. Im Durchschnitt verbringt der deutsche Mann täglich 15 Stunden im Liegen und Sitzen. Mehr Bewegung täte ganz gut. Parallel dazu stieg die Anzahl der stark übergewichtigen Männer allein in den alten Bundesländern seit 1992 von 17,4 auf 19,4 Prozent. „Wenn dieser Trend anhält, werden viele Krankheiten in den nächsten Jahren rasant zunehmen, “sagt Dr. Gert Mensink, Gesundheitswissenschaftler am Robert-Koch-Institut in Berlin.
Wir verraten Ihnen, wie Sie problemlos in Bewegung kommen.
Problem 1: zu wenig Bewegung
Wer sich zu wenig bewegt, schadet dem Körper erheblich. Das beweisen mehrere so genannte Betrest -Studien, bei denen Versuchspersonen Tage und Wochen nur im Bett verbringen mussten. In einem Experiment des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln verloren die Probanden nach einem Monat Inaktivität ungefähr 30 Prozent ihrer Muskelkraft. Und der Muskelumfang reduzierte sich um etwa zehn Prozent. Bei einem Versuch der European Space Agency im niederländischen Noordwijk über 42 Tage verloren die Testpersonen darüber hinaus die Fähigkeit zur aufrechten Körperhaltung. Aber auch auf die Psyche hat eine längere Unbeweglichkeit Auswirkungen. So verzeichneten die Forscher bei den Versuchspersonen eine erhöhte Stressanfälligkeit.
Doch auch weniger extreme Formen von Bewegungsmangel schaden dem Körper. Eine Studie des amerikanischen „Journal of Strength“ zeigt, dass die aerobe Kapazität bei Sportlern innerhalb von drei Wochen um acht Prozent abnimmt. Das Herz pumpt dann pro Schlag zehn Prozent weniger Blut durch die Gefäße. Man kann eine Faustregel formulieren: Je länger der Zeitraum der Inaktivität, desto länger dauert es hinterher, den Muskelabbau umzukehren.
Problem 2: zu viel Bewegung
Wer’s mit dem Sport übertreibt und unüberlegt trainiert, gerät in einen Zustand, der in der Sportwissenschaft als Übertraining bezeichnet wird. Die Ursachen dafür sind sehr komplex. In den meisten Fällen handelt es sich um die Summe übermäßiger Reize: zu hartes Training ohne Regenerationszeiten, zu ehrgeizige Ziele, private oder berufliche Stressbelastungen, Krankheitsfolgen und falsche Lebensweise. Anzeichen für Übertraining sind permanente Müdigkeit in Kombination mit Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit und Nervosität. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, der Appetit bleibt aus. Es drohen Schäden an Knochen, Sehnen und Bändern, man wird generell anfälliger für Infekte.
Ausdauersportler sollten daher regelmäßig ihre Herzfrequenz kontrollieren, indem sie ihren Ruhepuls sofort nach dem Aufstehen messen. Ist er zehn Prozent höher als am Vortag, sollten sie im Training kürzer treten. Die Pause richtet sich nach der vorangegangenen Belastung.
Für das Krafttraining gilt: Wer intensiv trainiert, sollte 48 Stunden zwischen zwei Einheiten verstreichen lassen. Denn in dieser Zeit gewinnt die Muskulatur neue Kraft, erweitert ihre Energiespeicher. Ohne Trainingspausen stagniert das Muskelwachstum, die Muskulatur kann sich gar zurückbilden, wenn das Übertraining andauert.
Die Fitness-Dosis
Dauer:„Wer nur einmal in der Woche Sport treibt, wird keine Fortschritte in puncto Fitness erzielen“, sagt Professor Bloss, Sportwissenschaftler an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Zweimal die Woche Training hält lediglich den Ist-Zustand aufrecht. Um Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit zu steigern, braucht es aber drei Trainingseinheiten pro Woche (mit jeweils einem Pausentag dazwischen). Nach Untersuchungen der American Heart Association reichen 30-Minuten-Einheiten aus.
Belastung: Beim Krafttraining gibt es auch für die Intensität einen Optimalwert. Vom 20. bis zum 60. Lebensjahr verlieren Männer, die keinen Sport treiben, ungefähr 40 Prozent ihrer Muskelkraft. Um dem Muskelabbau entgegenzuwirken, sind 30 bis 60 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit optimal. Dazu folgendes Beispiel: Wenn Sie maximal 20 Crunches am Stück schaffen, sollten Sie beim Training drei Sätze mit sechs bis zwölf Wiederholungen machen.
Mit Ende 30 lässt bei Menschen darüber hinaus die Flexibilität der Muskeln langsam nach. Eine halbe Stunde Stretching in der Woche genügt schon, um dem entgegenzuwirken und den Körper elastisch zu halten.
Die Abnehm-Dosis
Bergarbeiter, Wachleute und Taxifahrer haben am häufigsten Probleme mit Übergewicht, hat das Statistische Bundesamt entdeckt. Im Durchschnitt haben Männer in diesen Berufen einen Body-Mass-Index (BMI) von 26,6 – als normal gilt ein BMI zwischen 20 und 24,9. Die Folge der fehlenden Bewegung: Die Nahrungsaufnahme wird nicht mehr durch das körpereigene Sättigungszentrum gesteuert, sondern über äußere Einflüsse wie Uhrzeit, sozialer Status der Essenspartner und Langeweile. Damit es nicht so weit kommt, raten Mediziner zu einem täglichen Mindestverbrauch von elf Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht durch Sport und Bewegung – und zwar zusätzlich zum jeweiligen Grundumsatz eines Menschen.
Dieser Grundumsatz ist die Anzahl von Kalorien, die der Körper im völligen Ruhezustand verbraucht. Er beträgt pro Stunde etwas weniger als das eigene Körpergewicht in Kalorien. Die grobe Faustregel für den täglichen Verbrauch lautet: Körpergewicht in Kilogramm mal 23. Wer maximal diesen Wert plus jene elf Kalorien pro Kilogramm täglich über die Nahrung zu sich nimmt, der wird auf der Waage keine bösen Überraschungen erleben. Zum Abnehmen reicht das allerdings nicht aus.
Physical Activity Level
Um die Diät-Dosis zu bestimmen, müssen Sie den individuellen Energieumsatz kennen. Wie viele Kalorien verbraucht man am Tag? Dazu muss man den Grundumsatz mit dem Physical Activity Level (PAL) multiplizieren. Dieser Wert spiegelt den täglichen Umfang an Bewegung wider und hängt hauptsächlich von der Art Ihrer beruflichen Tätigkeit ab:
Vielsitzer: Büroangestellte, Feinmechaniker & Co. haben einen PAL von 1,4 bis 1,5.
Ab-und-zu-Sitzer: Laboranten, Studierende oder Fließbandarbeiter, die neben sitzender Tätigkeit oft gehen und stehen, rechnen mit einem Wert von 1,6 bis 1,7.
Vielsteher: Berufstätige, die überwiegend bei der Arbeit gehen und stehen (beispielsweise Verkäufer, Kellner, und Handwerker), haben einen PAL von 1,8 bis 1,9.
Power-Arbeiter: Für Bauarbeiter, Landwirte und Leistungssportler, die in ihrem Job körperlich anstrengende Arbeit verrichten, wird ein PAL zwischen 2,0 bis 2,4 angesetzt.
PAL mal Grundumsatz ergibt also den Energieumsatz des Körpers. Nur wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als er verbrennt, nimmt ab. Wer vier- bis fünfmal die Woche Sport treibt (à 30 bis 60 Minuten), darf sich bei der Berechnung des Energieumsatzes 0,3 PAL-Einheiten gutschreiben. Und damit beim Essen ohne das Risiko des Zunehmens ein bisschen mehr auf seinen Teller packen.
Die Health-Dosis
„Zwei- bis dreimal pro Woche 20 bis 30 Minuten Training reichen aus, um Volkskrankheiten wie etwa Bluthochdruck vorzubeugen, sagt Sportwissenschaftler Bloß. Achten Sie auf einen niedrigen Puls. Ideal sind zirka 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz (Faustformel für den Höchstpuls: 200 minus die Hälfte Ihres Lebensalters).
Täglicher Ausdauersport (300 Kalorien durch Joggen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen) verringert das Herzinfarktrisiko um 60 Prozent. Darüber hinaus geht das schädliche LDL-Cholesterin zurück, das vor Verkalkung schützende HDL-Cholesterin steigt dagegen an.
Aber Bewegung stärkt nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sie schützt auch das Skelett. Vom 35. Lebensjahr an nimmt die Knochenmasse stetig ab. Kräftige Bewegungen erhöhen die Knochendichte. Durch Training werden die Knochen härter und dicker, wie eine Studie der Universität Cambridge gezeigt hat. Dazu müssen Sie allerdings regelmäßig und gezielt trainieren. Besonders eignen sich schnelle Sportarten wie Tennis, Badminton, Squash oder Step-Aerobic. Um Osteoporose entgegenzuwirken, empfiehlt sich ein gezieltes Krafttraining zweimal in der Woche für Muskeln und Knochen (stärkt Oberschenkelhals und Wirbelsäule).
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