Tipp 1 :
3 Faktoren die den Alterungsprozess im Gehirn steuern
Eine maßvolle Ernährung, wenig Stress und antioxidativ wirkende Vitamine.
1. Die antioxidativen Vitamine E und C bekämpfen freie Radikale, die Zellen im Hirn schädigen oder zerstören. Dabei fängt das fettlösliche Vitamin E die freien Radiaklaen, Vitamin C stärkt es. Eine regelmäßige Einnahme der beiden Vitamine ist also sinnvoll.
2. Aus Tierversuchen ist bekannt das sich die Lebenserwartung verdoppeln lässt, wenn die Kalorienzufuhr um 30 bis 40 % verringert wird. Experten glauben, dies in gewisser Weise auch auf den Menschen übertragen zu können.
3. So genannte Uhr-Gene kontrollieren die Dauer und Häufigkeit der Zellteilung. Als man sie bei Würmern ausschaltet, wurden diese doppelt so alt. Auch dies lässt sich auf den Menschen übertragen. Uhr-Gene werden durch Stress aktiv.
TIPP: Versuchen Sie deshalb, nervöse Hektik zu vermeiden. Aber Vorsicht: Werden Sie deshalb nicht träge und phlegmatisch. Nervenzellen brauchen Anregungen durch Reize, wenn sie nicht - überflüssig geworden - absterben sollen. Deshalb ist geistige Regsamkeit auch im Alter sehr wichtig!
Tipp 2 :
Schlafprobleme? Tun Sie was dagegen
Er stand mal wieder
wie aufgezogen im Bett...
Von wegen „Schlaf dich gesund“. Ihr Hals fühlt sich an wie die Sahara, die Ringe unter Ihren Augen sehen aus wie von Breitreifen eingebremst, und Sie können kaum Ihr kleines Lieblings-Tässchen mit dem Guten-Morgen-Kaffee anheben. Professor Göran Hajak von der Regensburger Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie gibt Tipps zum richtigen Schlafen.
Definition
„Eine Schlafstörung haben Sie, wenn Sie mehrere Wochen lang drei oder mehr Nächte in der Woche schlecht schlafen oder einschlafen“, erklärt der Experte. Wichtigster Maßstab für eine Schlafstörung ist aber Ihr Gefühl am Tag danach. „Wenn Sie sich ständig schlapp und müde fühlen, obwohl Sie zeitig im Bett waren, haben Sie sicher ein Problem.“
Ursachen: Stress, fehlender Tagesrhythmus, Atembeschwerden
Sind Sie wegen zu viel Stress abends so aufgedreht, dass Sie nicht einschlafen können (Hyper-Arousal)? „Ein anderer Grund könnte ein sehr unregelmäßiger Tagesrhythmus sein, bei dem Sie dauernd zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett kommen“ erklärt Hajak. Oder Sie leiden während des Schlafs an Atembeschwerden (Apnoen). Dabei kann es zu sekundenlangen Atemstillständen kommen. Klare Indizien sind ein morgens völlig ausgetrockneter Mund und angegriffene Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum. Auf die Dauer führen Apnoen zu Herz- und Kreislaufstörungen, ein klarer Fall für den Arzt.
Fehler: Sport und Alkohol
Treiben Sie vorm Schlafengehen nicht allzu viel Sport. Denn der steigert die Körpertemperatur, die normalerweise abends sinkt, um den Körper auf den Schlaf vorzubereiten. Durch einen späten Besuch im Fitness-Studio verschiebt sich die Einschlafbereitschaft um bis zu zwei Stunden. Auch Alkohol hilft nicht wirklich. Ein abendlicher Absacker macht zwar wirklich müde, allerdings wird der Schlaf unter Alkoholeinfluss flacher und weniger erholsam.
Schlafmittel: Bewegung, Routine, Sex
Verschaffen Sie sich tagsüber ausreichend Bewegung. Trinken Sie nach 17 Uhr keinen Kaffee mehr, essen Sie möglichst nach 20 Uhr gar nichts mehr oder nur noch leichte Dinge. Gehen Sie immer ungefähr zur selben Zeit ins Bett. Entwerfen Sie einen eigenen Rhythmus, eine Routine für das Zu-Bett-Gehen, die Sie langsam auf das Schlafen einstimmt. Das Schlafzimmer sollte nicht überheizt sein, sondern eher kühl. Auch Lärm oder zu viel Licht haben einen negativen Einfluss auf Ihren Schlaf. Bemühen Sie sich stets darum, alle Aufregungen des Tages im Bett auszublenden. Und – das ist ganz besonders wichtig – haben Sie häufiger mal richtig guten Sex. Denn im Anschluss daran schlafen Männer bekanntlich sofort ein.
Tipp 3 :
Kälte ist Gift bei Halsentzündung
Häufig hört man den Ratschlag, bei Halsschmerzen viel Eis zu essen. Dies würde die Heilung fördern. Wer auf diesen, sicherlich gut gemeinten Rat hört, verschlimmert garantiert seine Erkrankung.
Der Rat basiert nämlich auf einem falschen Rückschluß: Nach einer Hals- beziehungsweise Mandeloperation verschreiben die Ärzte viel Eis essen. Dabei dient das Eis aber nicht der Heilung einer Entzündung, sondern dazu, das Abschwellen der Operationswunden zu beschleunigen.
Bei Halsschmerzen, die durch eine Entzündungen verursacht werden, hilft hingegen neben den üblichen Maßnahmen vor allem Wärme, etwa eine Schal.
Tipp 4 :
Soviel Bewegung brauchen Sie wirklich
Bewegung ist lebenswichtig, von ihr hängen Gesundheit, Fitness und Gewicht ab. Entscheidend ist die richtige Dosis. Wir verraten Ihnen, wie viel Sie tatsächlich brauchen.
„Still gestanden!“ bekommt keinem auf Dauer. Im Durchschnitt verbringt der deutsche Mann täglich 15 Stunden im Liegen und Sitzen. Mehr Bewegung täte ganz gut. Parallel dazu stieg die Anzahl der stark übergewichtigen Männer allein in den alten Bundesländern seit 1992 von 17,4 auf 19,4 Prozent. „Wenn dieser Trend anhält, werden viele Krankheiten in den nächsten Jahren rasant zunehmen, “sagt Dr. Gert Mensink, Gesundheitswissenschaftler am Robert-Koch-Institut in Berlin.
Wir verraten Ihnen, wie Sie problemlos in Bewegung kommen.
Problem 1: zu wenig Bewegung
Wer sich zu wenig bewegt, schadet dem Körper erheblich. Das beweisen mehrere so genannte Betrest -Studien, bei denen Versuchspersonen Tage und Wochen nur im Bett verbringen mussten. In einem Experiment des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln verloren die Probanden nach einem Monat Inaktivität ungefähr 30 Prozent ihrer Muskelkraft. Und der Muskelumfang reduzierte sich um etwa zehn Prozent. Bei einem Versuch der European Space Agency im niederländischen Noordwijk über 42 Tage verloren die Testpersonen darüber hinaus die Fähigkeit zur aufrechten Körperhaltung. Aber auch auf die Psyche hat eine längere Unbeweglichkeit Auswirkungen. So verzeichneten die Forscher bei den Versuchspersonen eine erhöhte Stressanfälligkeit.
Doch auch weniger extreme Formen von Bewegungsmangel schaden dem Körper. Eine Studie des amerikanischen „Journal of Strength“ zeigt, dass die aerobe Kapazität bei Sportlern innerhalb von drei Wochen um acht Prozent abnimmt. Das Herz pumpt dann pro Schlag zehn Prozent weniger Blut durch die Gefäße. Man kann eine Faustregel formulieren: Je länger der Zeitraum der Inaktivität, desto länger dauert es hinterher, den Muskelabbau umzukehren.
Problem 2: zu viel Bewegung
Wer’s mit dem Sport übertreibt und unüberlegt trainiert, gerät in einen Zustand, der in der Sportwissenschaft als Übertraining bezeichnet wird. Die Ursachen dafür sind sehr komplex. In den meisten Fällen handelt es sich um die Summe übermäßiger Reize: zu hartes Training ohne Regenerationszeiten, zu ehrgeizige Ziele, private oder berufliche Stressbelastungen, Krankheitsfolgen und falsche Lebensweise. Anzeichen für Übertraining sind permanente Müdigkeit in Kombination mit Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit und Nervosität. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, der Appetit bleibt aus. Es drohen Schäden an Knochen, Sehnen und Bändern, man wird generell anfälliger für Infekte.
Ausdauersportler sollten daher regelmäßig ihre Herzfrequenz kontrollieren, indem sie ihren Ruhepuls sofort nach dem Aufstehen messen. Ist er zehn Prozent höher als am Vortag, sollten sie im Training kürzer treten. Die Pause richtet sich nach der vorangegangenen Belastung.
Für das Krafttraining gilt: Wer intensiv trainiert, sollte 48 Stunden zwischen zwei Einheiten verstreichen lassen. Denn in dieser Zeit gewinnt die Muskulatur neue Kraft, erweitert ihre Energiespeicher. Ohne Trainingspausen stagniert das Muskelwachstum, die Muskulatur kann sich gar zurückbilden, wenn das Übertraining andauert.
Die Fitness-Dosis
Dauer:„Wer nur einmal in der Woche Sport treibt, wird keine Fortschritte in puncto Fitness erzielen“, sagt Professor Bloss, Sportwissenschaftler an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Zweimal die Woche Training hält lediglich den Ist-Zustand aufrecht. Um Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit zu steigern, braucht es aber drei Trainingseinheiten pro Woche (mit jeweils einem Pausentag dazwischen). Nach Untersuchungen der American Heart Association reichen 30-Minuten-Einheiten aus.
Belastung: Beim Krafttraining gibt es auch für die Intensität einen Optimalwert. Vom 20. bis zum 60. Lebensjahr verlieren Männer, die keinen Sport treiben, ungefähr 40 Prozent ihrer Muskelkraft. Um dem Muskelabbau entgegenzuwirken, sind 30 bis 60 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit optimal. Dazu folgendes Beispiel: Wenn Sie maximal 20 Crunches am Stück schaffen, sollten Sie beim Training drei Sätze mit sechs bis zwölf Wiederholungen machen.
Mit Ende 30 lässt bei Menschen darüber hinaus die Flexibilität der Muskeln langsam nach. Eine halbe Stunde Stretching in der Woche genügt schon, um dem entgegenzuwirken und den Körper elastisch zu halten.
Die Abnehm-Dosis
Bergarbeiter, Wachleute und Taxifahrer haben am häufigsten Probleme mit Übergewicht, hat das Statistische Bundesamt entdeckt. Im Durchschnitt haben Männer in diesen Berufen einen Body-Mass-Index (BMI) von 26,6 – als normal gilt ein BMI zwischen 20 und 24,9. Die Folge der fehlenden Bewegung: Die Nahrungsaufnahme wird nicht mehr durch das körpereigene Sättigungszentrum gesteuert, sondern über äußere Einflüsse wie Uhrzeit, sozialer Status der Essenspartner und Langeweile. Damit es nicht so weit kommt, raten Mediziner zu einem täglichen Mindestverbrauch von elf Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht durch Sport und Bewegung – und zwar zusätzlich zum jeweiligen Grundumsatz eines Menschen.
Dieser Grundumsatz ist die Anzahl von Kalorien, die der Körper im völligen Ruhezustand verbraucht. Er beträgt pro Stunde etwas weniger als das eigene Körpergewicht in Kalorien. Die grobe Faustregel für den täglichen Verbrauch lautet: Körpergewicht in Kilogramm mal 23. Wer maximal diesen Wert plus jene elf Kalorien pro Kilogramm täglich über die Nahrung zu sich nimmt, der wird auf der Waage keine bösen Überraschungen erleben. Zum Abnehmen reicht das allerdings nicht aus.
Physical Activity Level
Um die Diät-Dosis zu bestimmen, müssen Sie den individuellen Energieumsatz kennen. Wie viele Kalorien verbraucht man am Tag? Dazu muss man den Grundumsatz mit dem Physical Activity Level (PAL) multiplizieren. Dieser Wert spiegelt den täglichen Umfang an Bewegung wider und hängt hauptsächlich von der Art Ihrer beruflichen Tätigkeit ab:
Vielsitzer: Büroangestellte, Feinmechaniker & Co. haben einen PAL von 1,4 bis 1,5.
Ab-und-zu-Sitzer: Laboranten, Studierende oder Fließbandarbeiter, die neben sitzender Tätigkeit oft gehen und stehen, rechnen mit einem Wert von 1,6 bis 1,7.
Vielsteher: Berufstätige, die überwiegend bei der Arbeit gehen und stehen (beispielsweise Verkäufer, Kellner, und Handwerker), haben einen PAL von 1,8 bis 1,9.
Power-Arbeiter: Für Bauarbeiter, Landwirte und Leistungssportler, die in ihrem Job körperlich anstrengende Arbeit verrichten, wird ein PAL zwischen 2,0 bis 2,4 angesetzt.
PAL mal Grundumsatz ergibt also den Energieumsatz des Körpers. Nur wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als er verbrennt, nimmt ab. Wer vier- bis fünfmal die Woche Sport treibt (à 30 bis 60 Minuten), darf sich bei der Berechnung des Energieumsatzes 0,3 PAL-Einheiten gutschreiben. Und damit beim Essen ohne das Risiko des Zunehmens ein bisschen mehr auf seinen Teller packen.
Die Health-Dosis
„Zwei- bis dreimal pro Woche 20 bis 30 Minuten Training reichen aus, um Volkskrankheiten wie etwa Bluthochdruck vorzubeugen, sagt Sportwissenschaftler Bloß. Achten Sie auf einen niedrigen Puls. Ideal sind zirka 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz (Faustformel für den Höchstpuls: 200 minus die Hälfte Ihres Lebensalters).
Täglicher Ausdauersport (300 Kalorien durch Joggen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen) verringert das Herzinfarktrisiko um 60 Prozent. Darüber hinaus geht das schädliche LDL-Cholesterin zurück, das vor Verkalkung schützende HDL-Cholesterin steigt dagegen an.
Aber Bewegung stärkt nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sie schützt auch das Skelett. Vom 35. Lebensjahr an nimmt die Knochenmasse stetig ab. Kräftige Bewegungen erhöhen die Knochendichte. Durch Training werden die Knochen härter und dicker, wie eine Studie der Universität Cambridge gezeigt hat. Dazu müssen Sie allerdings regelmäßig und gezielt trainieren. Besonders eignen sich schnelle Sportarten wie Tennis, Badminton, Squash oder Step-Aerobic. Um Osteoporose entgegenzuwirken, empfiehlt sich ein gezieltes Krafttraining zweimal in der Woche für Muskeln und Knochen (stärkt Oberschenkelhals und Wirbelsäule).
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