Tipp 1 :
Kein Zähneputzen nach Obst und Süßem
Wer Wert auf Zahnpflege legt, ist versucht, nach dem Naschen sofort die Zähne zu putzen. Das ist allerdings für die Kauwerkzeuge eine unnütz Tortur.
Denn die Säure, die im Mund beim Verzehr von Obst und Süßigkeiten entsteht, greift den Zahnschmelz an. Kommt nun noch die mechanische Beanspruchung durch die Zahnbürste hinzu, ist der äußere Schutz der Zähne schnell beschädigt, wodurch sie empfindlich für Angriffe werden.
Besser ist es, nach dem Naschen den Mund mit Wasser auszuspülen und mit dem Putzen noch eine Stunde zu warten.
Tipp 2 :
Verletzungen - So helfen Sie sich selbst
Platzwunde
Sonntagmorgen auf dem Bolzplatz. Sie und Ihre Kollegen gegen eine Auswahl der Hausmeister der Umgebung. Als Sie im Strafraum zum Kopfball ansetzen, verpasst Ihnen Blockwart Wuttke eine Kopfnuss: Sie bluten wie eine abgestochene Sau.
Sofortmaßnahme
Ehrlich gesagt: Aufgeben und in die Klinik fahren wäre jetzt das Allerbeste. Aber natürlich wollen Sie Ihr Team nicht im Stich lassen. Die gute Nachricht: Auch eine starke Blutung stoppt irgendwann, wenn man Druck ausübt. Fürs Rückspiel packen Sie ein paar Steri-Strips ein. Mit diesen chirurgischen Klebestreifen lassen sich die Ränder einer Wunde zusammenheften. Danach geht’s jedenfalls gleich zum Arzt. Wird eine Platzwunde nicht penibel versorgt, verzögert sich die Heilung und die Narbe wird viel größer.
Muskelfaserriss
Nächster Sonntag, gleicher Bolzplatz. Sie treten an, noch 20 Meter bis zum Tor des Monats. Plötzlich spüren Sie einen stechenden Schmerz in der Wade und humpeln an den Spielfeldrand. Jemand murmelt was von Muskelfaserriss. „Nur Gehen ist noch möglich, ans Weiterspielen sollte man gar nicht denken“, warnt Dr. Kay-Uwe Hoffmann vom Krankenhaus für Sportverletzte in Lüdenscheid, Mannschaftsarzt des Handball-Bundesligisten VfL Gummersbach.
Sofortmaßnahme
Um schleunigst wieder antreten zu können, sollte der Muskelfaserriss sofort versorgt werden. Denn je mehr Blut in die Muskellücke strömt, desto länger dauert die Heilung. Eine frühzeitige Versorgung zahlt sich aus: „Pro unversorgter Stunde verlängert sich die Heilungszeit um einen Tag“, so Müller-Hörner. Zuerst lagern Sie das betroffene Bein hoch. Danach legen Sie einen Druckverband an – auch wenn’s wehtut – und kühlen mit Eiswasser, um die Schwellung zu verringern. Und Finger weg von Eissprays. Wer sie falsch anwendet, riskiert schwerste, verbrennungsähnliche Gewebeschäden. Später beim Sportmediziner wird der Bluterguss in der Muskellücke abgesaugt, und Sie bekommen einen Cocktail aus Vitaminen und Enzymen verabreicht.
Tipp 3 :
Retten Sie Leben mit Mund-zu-Mund-Beatmung
Legen Sie den Bewußtlosen auf den Rücken und prüfen Sie, ob seine Mundhöhle frei ist. Während der Beatmung halten Sie seinen Kopf dauernd mit beiden Händen an Stirn und Kinn nackenwärts überstreckt. Mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand verschließen Sie die Nase. Ihren weit geöffneten Mund setzen Sie um den Mund des Bewußtlosen herum fest auf und blasen Ihre Ausatemluft ruhig und gleichmäßig in seinen leicht geöffneten Mund. Geben Sie bei Erwachsenen etwa alle vier Sekunden eine Atemspende.
Nach dem Beatmen drehen Sie Ihren Kopf zur Seite und beobachten, wie der Brustkorb des Ohnmächtigen zurücksinkt. Sie hören das Entweichen der Ausatemluft. Wiederholen Sie die Atemspende etwa zwölf- bis fünfzehnmal in der Minute. Um Erbrechen vorzubeugen, achten Sie darauf, daß der Beatmungsdruck nicht zu groß wird und keine Luft in den Magen des Bewußtlosen gelangt.
Tipp 4 :
Trainieren Sie zu viel? - Wie Sie Übertraining erkennen und vermeiden
Sie trainieren trotz privater und beruflicher Belastung wie ein Profi-Sportler - und jetzt stagnieren die Leistungen? Das liegt häufig an zu umfangreichen Ausdauerbelastungen zuzüglich einer sportlichen Überdosierung. Diese Stress-Situation kann kein Körper auf Dauer kompensieren, sagt Dr. Olaf Schumacher, Sportmediziner am Universitätsklinikum Freiburg.
Symptome erkennen:
Übertraining zu diagnostizieren ist sehr schwierig, da es keine eindeutigen medizinischen Befunde gibt. Am besten ist es immer noch, in den eigenen Körper zu hören und seine Signale zu verstehen. Ein sicheres Zeichen für Übertraining ist es, wenn Belastungs- und Ruhepuls höher als normal liegen, der Maximalpuls jedoch seine Höchstmarke nicht mehr erreicht. Das sind die häufigsten und am leichtesten erkennbaren Symptome, sagt der Olympia-Arzt der deutschen Radfahrer. Weitere Erkennungszeichen für Überlastung: schnelle Ermüdung, verschlechterte Koordination, Verletzungs- und Infektanfälligkeit, Konzentrationsschwäche, Nervosität, Gereiztheit, Schlaflosigkeit, Depression, Nachtschweiß, wenig Appetit und verstärkt Lustlosigkeit, auch im Bett.
Die Sofortbehandlung:
Innerhalb von ein bis zwei Wochen kann die komplette Symptomatik des Over-Reaching (also des Übertrainings) verschwinden, wenn sie gleich richtig reagieren, sagt der Experte. Am besten, Sie legen eine Pause ein. Wenn Sie unbedingt Sport treiben wollen, dann nur mit einem abwechslungsreichen Training. Läufer sollten zum Beispiel ins Schwimmbad gehen, Radfahrer und Schwimmer einen Mannschaftssport probieren. Auf jeden Fall sollten Sie keine Übungen mit hoher Intensität ausführen. Auch Spezial-Training sollte für Sie in dieser Situation tabu sein. Neben der physikalischen gibt's auch eine klimatische Therapie. Eine Reise in eine ruhigere Gegend kann sich positiv auf den Genesungsprozess auswirken.
Die Vorbeugung
So vermeiden Sie die häufigsten Fehler im Training. Erholen Sie sich ausgiebig von harten Einheiten (siehe Kasten), Krankheiten und Verletzungen. Steigern Sie die Anforderungen sorgsam, damit sich der Körper anpassen kann. Pro Woche sollten Sie sich nur um zehn Prozent steigern. Entweder Umfang, Intensität oder Dauer, aber nie alles auf einmal. Zuerst Dauer, dann Umfang und erst zum Schluss die Intensität, so Schumacher. Ganz wichtig: Sie sollten weniger als ein Viertel Ihrer gesamten Trainingsbelastungen mit maximaler oder submaximaler Intensität ausüben. Betreiben Sie zum Ausgleich auch andere Sportarten, die Ihnen richtig Spaß machen - Sie vermeiden auf diese Weise außerdem allzu einseitige Belastungen.
Der Pausenplan
So viel sportfreie Zeit sollten Sie sich nach dem Training gönnen
Belastung Erholung
leichtes Training5 - 8 Stundenintensives Schnellkrafttraining24 - 36 Stundenlanges Kraftausdauertraining 24 - 48 Stunden Training bis zur Erschöpfung bis 72 Stunden
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