Tipp 1 :
Wer mehr Vitamine braucht
Wie gut wir mit Vitaminen versorgt sind, hängt von unserer Lebens- und Ernährungsweise ab. Wer sich vollwertig ernährt, nimmt auch ausreichend Vitamine zu sich. Starke Mangelerscheinungen sind hierzulande selten. Durch besondere Belastungen, z.B. durch Schwangerschaft, Diät oder starkes Rauchen, kann aber ein höherer Vitaminbedarf entstehen - zusätzliche Vitamine müssen her:
-Schwangere und stillende Frauen haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin A, C, B1, B6 und Folsäure.
- Starke Raucher (ab 20 Zigaretten pro Tag) benötigen 40 Prozent mehr Vitamin C als Nichtraucher.
- Wer regelmäßig Alkohol trinkt, sollte sich zusätzlich mit B-Vitaminen versorgen.
- Wer über 50 Jahre alt ist, braucht vitaminreicheres Essen als Jüngere, weil der Körper mit zunehmenden Alter weniger Vitamine aufnimmt.
- Wer eine Schlankheitskur macht, kann Probleme haben: Viele Diätprogramme sind sehr einseitig, die Vitamine kommen zu kurz.
- Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, kann - ohne es zu merken - mit Vitaminen unterversorgt sein. Manche Medikamente, z.B. Antibiotika und die Antibabypille, hemmen die Vitaminaufnahme.
-Wer in einem Ballungsgebiet oder in der Nähe einer großen Industrieansiedlung wohnt, braucht mehr Antioxidantien (z.B. Vitamin E), die die Zellen vor aggressiven Sauerstoffverbindungen, den sogenannten freien Radikalen, schützen.
-Sportler brauchen mehr B-Vitamine und Antioxidantien.
- Wer unter Streß steht - chronische Erkrankungen z.B. sind Streß für den Körper - hat einen gesteigerten Vitaminbedarf.
Tipp 2 :
Diät mit hohem Eiweiß- und niedrigem Kohlenhydratgehalt - Nicht die gesündeste Art, ein paar Pfunde zu verlieren
Schon seit Monaten machen Sie ohne Erfolg eine fettarme Diät. Ihre Freundin dagegen hat bereits 7 kg durch eine eiweißreiche und kohlenhydratarme Diät verloren. Sie isst reichlich Eier, Käse und Fleisch und die Pfunde schmelzen trotzdem!
Sollten Sie ihre Diät einmal ausprobieren? Wie können Sie an Gewicht verlieren, wenn Sie all diese schwergewichtigen Nahrungsmittel essen?
Eiweißreiche und kohlenhydratarme Diäten können Ihnen zu einem schnellen Verlust von Gewicht verhelfen. Das liegt an deren niedrigem Kaloriengehalt. Aber sie sind nicht unbedingt die gesündeste Art, Gewicht zu verlieren und es dann zu halten.
Wie verhält es sich mit Kohlenhydraten und Kalorien?
Es gibt mehrere Bücher über eiweißreiche und kohlenhydratarme Diäten auf dem Markt. Die Bekannteste davon ist die Atkins-Diät; jedoch gibt es noch einige andere.
Sie alle sind Variationen des gleichen Themas. Um Gewicht zu verlieren, müssen Sie kohlenhydratreiche Nahrungsmittel (z. B. Obst und Obstsäfte, Kartoffeln, Brot, Getreide, Nudeln, Reis, stärkehaltige Gemüse, Süßigkeiten und gesüßte Getränke) meiden, dafür aber ei-weiß- und fettreiche Nahrungsmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Nüsse) zu sich nehmen.
Die Atkins-Diät empfiehlt beispielsweise die Begrenzung der Kohlenhydratzufuhr auf weniger als 50 Gramm täglich. Das entspricht in etwa dem Gehalt eines Brötchens.
Warum die Kohlenhydrate einschränken? Autoren und Verfechter der kohlenhydratarmen Diät meinen, dass Kohlenhydrateden Blutspiegel des Hormons Insulin erhöhen. Der höhere Insulinspiegel führe dazu, dass mehr Kalorien in Form von Fett gespeichert werden. Dadurch komme es zu einer Gewichtszunahme. Wenn Sie daher Ihre Kohlenhydratzufuhr einschränkten, fiele der Insulinspiegel und Sie verlören an Gewicht. Außerdem behaupten die Verfechter, dass höhere Insulinspiegel den Appetit anregen.
Die meisten Ernährungsexperten zweifeln diese Theorien an. Nach deren Meinung sind Kohlenhydrate nicht allein für eine Gewichtszunahme verantwortlich. Gewichtszunahme sei das Ergebnis des Verzehrs zu vieler Kalorien - egal aus welcher Quelle - und eines niedrigen Energieverbrauchs. Dass Insulin den Appetit anregt, konnte zudem nicht wissenschaftlich belegt werden.
Es stimmt allerdings, dass ein mäßiger Kohlenhydratkonsum (sowie Eiweiß- und Fettkonsum) beim Abnehmen helfen kann. Der Schlüssel dazu liegt in den verzehrten Mengen: „Alles, aber in Maßen.
Einige Anhänger der fettfreien Diäten essen sehr viele Kohlenhydrate - fettfreie Kekse, süße Getränke und viele Nudeln. Diese Nahrungsmittel sind arm an Fett, jedoch nicht unbedingt arm an Kalorien. Und wenn es um Gewichtsverlust geht, kommt es auf den Kaloriengehalt an (ungeachtet dessen, was viele Diätbücher behaupten).
Tipp 3 :
Bauchfett am schlechtesten für Ihre Gesundheit
Fett in der Bauchgegend bedeutet ein höheres Gesundheitsrisiko, als solches von anderen Körperstellen.
Fettsäuren aus dem Bierbauch lösen sich nämlich am leichtesten im Blut und wandern direkt zur Leber, die Glucose produziert. Das kann die Leber zur Überproduktion des Zuckers stimulieren, was auf die Dauer zu Insulin-Resistenz führt.
Tipp 4 :
Lycopin - Ein weiterer guter Grund, Tomaten zu essen
Tomaten sind wegen ihres frischen Geschmacks und ihrer vielseitigen Verwendbarkeit in der Küche beliebt. Jedoch gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, daß es einen weiteren guten Grund geben könnte, sie zu mögen: Sie enthalten reichlich Lycopin.
Lycopin ist eine pflanzliche Substanz (Phytosubstanz), die den Tomaten Ihre rote Farbe verleiht. Sie scheint auch Vorteile für die Gesundheit zu bieten.
Die Inhaltsstoffe der Tomate
Tomaten enthalten eine Menge an Nährstoffen, darunter den Vitamin-B-Komplex, Vitamin C und die Minerale Eisen und Kalium. Außerdem enthalten sie Karotinoide. Zu diesen gehören Lycopin und Betakarotin, welches im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird.
Lycopin wird von Wissenschaftlern wegen seines offensichtlich hohen antioxidativen Potentials sehr gelobt. Von Antioxidantien wird angenommen, daß sie schädliche Substanzen im Körper, freie Radikale genannt, unschädlich machen können. Diese Moleküle, die sowohl aus dem normalen Zellstoffwechsel stammen als auch aus anderen Quellen, können zur Entwicklung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.
Mögliche Vorteile für die Gesundheit
Forschungen über das aus der Nahrung stammende Lycopin legen nahe, daß es das Risiko der folgenden Krankheiten senkt:
Herzinfarkt – Eine Studie wurde an mehr als 1.300 europäischen Männern durchgeführt. Sie ergab, daß diejenigen, die am meisten Lycopin aus der Nahrung aufgenommen hatten, ein etwa halb so großes Risiko eines Herzinfarktes aufwiesen wie diejenigen, die weniger konsumierten.
Prostatakrebs – Eine 5-Jahres-Studie an 48.000 Männern hat festgestellt, daß bei denjenigen Männern das geringste Risiko eines Prostatakrebs bestand, die wöchentlich 10 Portionen gekochte Tomatenprodukte verzehrt hatten. Ihr Risiko betrug 1/3 desjenigen von Männern, die weniger als 2 Portionen wöchentlich gegessen hatten.
Andere Studien legen nahe, daß Lycopin eine mögliche Rolle in der Senkung des Risikos anderer Krebsarten spielen könnte, unter anderem Dickdarm-, Enddarm- und Brustkrebs.
Erhitzen und Essen
Frische Tomaten enthalten reichlich Lycopin, aber kochen erleichtert die Lycopinverwertung im Körper. Beispielsweise befinden sich fünfmal so viel Lycopin in Tomatensoße wie in der gleichen Menge frischer Tomaten. Offenbar zerstört Hitze die Zellwände der Tomaten und setzt Lycopin frei, welches sonst unverdaut durch das Verdauungssystem ausgeschieden würde.
Etwas Fett an gekochten Tomatenprodukten kann die Lycopinaufnahme verbessern. Vorzugsweise sollte ein einfach ungesättigtes Fett verwandt werden, zum Beispiel Olivenöl.
Niemand hat festgestellt, wie viele Portionen an lycopinreicher Nahrung wöchentlich für die Gesundheit von Vorteil wären. Eine Portion entspricht etwa 1/2 Tasse Tomaten- oder Spaghettisoße, 1/4 Tasse Tomatenmark, einer mittelgroßen Tomate oder 1 Stück Pizza mit Tomatensoße. Wenn Sie sich an einigen Studien orientieren, könnte das Ziel bei 7 bis 10 Portionen wöchentlich liegen.
Wie Sie genügend aufnehmen
Sie können diese auf verschiedenste Weise zu sich nehmen, unter anderem in tomatenhaltigen Soßen (auf Pizza, Nudeln und anderen Nahrungsmitteln), Konserventomaten, Suppen, Saft, Ketchup und als Bestandteil eines Salats.
Andere gute Nahrungsquellen sind Wassermelonen und rosa Grapefruit, obwohl der Lycopingehalt hier nur bei 1/2 bis 1/5 von Tomatenkonserven liegt.
Die Wirkstoffe in ihrer Gesamtheit sehen
Während die Lycopinforschung weitergeht, sollte nicht vergessen werden, daß Nahrungsmittel komplexe Nährstoff-Ansammlungen sind. Daher widerstrebt es den Forschern, Lycopin als den einzigen guten Wirkstoff in Tomaten zu betrachten. Er könnte auf andere Substanzen in Tomaten mit Schutzwirkung hinweisen oder mit diesen zusammenwirken, die bisher noch nicht identifiziert oder isoliert worden sind.
Bezüglich lycopinhaltiger Nährstoffpräparate sind jegliche Vorteile oder Risiken unbekannt. Aus diesem Grund empfehlen Ernährungsexperten im allgemeinen den Konsum lycopinreicher Nahrungsmittel statt sich auf Nährstoffpräparate zu verlassen.
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