Tipp 1 :
Alarm im Körper - Angstreaktionen des menschlichen Organismus
Über Augen und Ohren werden bedrohliche Reize wahrgenommen. In den inneren Regionen des menschlichen Hirns löst diese Meldung eine Folge von Reaktionen aus.
Eine erste Welle von Stresshormonen wird über das Nervensystem ausgesandt.
Anschließend werden die von der Hypophyse angeregten Nebennieren aktiv: Sie produzieren Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Über die Blutbahn gelangen diese in alle Körperregionen.
Vom Thalamus gelangt der Bedrohungsreiz in die Großhirnrinde, wo er mit Informationen des Gedächtnisses verglichen wird - hier wird eine Situation bewusst als gefährlich wahrgenommen.
Der Hypothalamus schüttet Stresshormone und andere Botenstoffe aus.
Die Hypophyse gibt den Nebennieren Signale zur vermehrten Hormonproduktion.
Der Kaumuskel spannt sich, der Mund wird trockener.
Das Herz schlägt schneller, pumpt mehr Blut.
Die Bronchien dehnen sich, die Atmung wird schneller.
Vermehrte Absonderungen der Schweißdrüsen (Angstschweiß).
Die Leber sorgt für den Brennstoff Zucker, gleichzeitig drosselt die Bauchspeicheldrüse die Produktion des Blutzucker abbauenden Insulins.
Arm- und Beinmuskeln werden angespannt.
Darm und Harnblase reagieren mit verstärktem Drang zur Entleerung.
Bei längerem Angstzustand wird die Produktion der Geschlechtshormone gedrosselt.
Tipp 2 :
Psoriasis (Schuppenflechte)
Noch nicht heilbar - aber mit einem individuellen Behandlungsprogramm ist Linderung der Beschwerden möglich
Es ist wie eine wandelnde Zielscheibe. Immer wenn Sie denken, der dicke, rote, juckende Hautfleck am Knie verschwindet, blüht er wieder auf.
Falls Sie oder einer Ihrer Bekannten an Psoriasis leidet, dann wissen Sie, wie frustrierend und bedrückend diese Erkrankung sein kann.
Es gibt keine bekannte Heilmethode für diese chronische Hautkrankheit, an der etwa 2 Millionen Deutsche erkrankt sind. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Schuppenflechte erträglicher zu machen. Dazu gehören Methoden einer individueller Behandlung und die Suche nach den Auslösern der akuten Schübe.
Bei der Schuppenflechte erneuert sich die Haut bis zu 9-mal so schnell wie normal
Normalerweise brauchen Hautzellen zur Ausreifung und Abschilferung etwa 28 Tage, um zu reifen und abgestoßen zu werden. Bei der Psoriasis reifen die Hautzellen viel schneller - in nur 3 bis 6 Tagen. Die Haut bildet infolgedessen eine raue, trockene Außenschicht.
Es gibt verschiedene Arten der Psoriasis und keine davon ist ansteckend. Die häufigste Form ist die so genannte fleckenförmige Schuppenflechte oder die Flechte en Plaque. Sie beginnt mit kleinen roten Höckern auf der Hautoberfläche. Langsam vergrößern sich diese und führen zu einer Ansammlung roter, entzündeter Flecken, die mit Schuppen und abgeschilferten Hautzellen bedeckt sind.
Niemand kennt die Ursache von Psoriasis. Erbfaktoren und das Immunsystem scheinen eine Rolle zu spielen. Wenn Sie an Psoriasis leiden, sind die Schübe oft an einen Auslöser gebunden. Ein akuter Schub kann zum Beispiel durch eine Infektion in einer anderen Körperregion, ausgelöst werden. Oder er kann nach einer Hautverletzung auftreten. Auch Stress und andere Umweltfaktoren können der Grund für einen Schub sein. Von einigen Medikamenten wie Betablockern und Lithiumpräparaten weiß man, dass sie Schübe auslösen können.
Die Erkrankung entwickelt sich gewöhnlich langsam. Obwohl sie in jedem Alter auftreten kann, erscheint sie im Allgemeinen zum erstmals in der Pubertät oder im Alter um die 40 Jahre. Gelegentlich ist sie mit einer Gelenkentzündung verbunden (Arthritis psoriatica).
Jeder Patient hat eine ganz individuelle Erscheinungsforrn
Die Psoriasis ist eine Krankheit, die nicht einheitlich ist. Sie kann in jeder Körperregion auftreten, am häufigsten jedoch an den Knien, den Ellbogenrückseiten und am Rumpf.
Die meisten Patienten leiden an einer leichten bis mäßig schweren Form dieser Erkrankung. Sie kann jedoch auch schwerer verlaufen und mehr als die Hälfte des Körpers befallen. Die Schübe können über Wochen oder Monate anhalten und dann wieder nachlassen.
Tipp 3 :
Strahlend weiße Zähne – so geht’s
Verständlich, dass Sie in Ihrer Jugend weder Zeit noch Lust hatten, gründliche Zahnpflege zu betreiben. Das muss jedoch nicht heißen, dass Sie mit eingefallenen Lippen in Rente gehen. „Entscheidend ist eine gezielte Mundhygiene. Und diese Aufgabe kann nicht an den Arzt weitergegeben werden“, erklärt Dr. Eberhard Riedel, niedergelassener Zahnmediziner aus München. Packen Sie also die Zahnbürste aus – wir erklären Ihnen, worauf es wirklich ankommt.
Karies hauptsächlich in Industriestaaten
Zahnfäule ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Welt. Besonders verbreitet ist sie in den westlichen Industrienationen, während die Länder der Dritten Welt andere Sorgen haben. So kennen Schulkinder in Tansania Karies überhaupt nicht.
Lediglich ein Zehntel der insgesamt zirka 500 Bakterienarten des Mundes sind heute bekannt. Die Hauptschuldigen für Fäulnis, Streptokokken und Laktobazillen, ernähren sich vom Zucker unserer Nahrungsmittel und produzieren daraus Milchsäure – sozusagen als Mikroben-Pipi. Die Säure löst Mineralbestandteile wie Calcium und Phosphat aus dem Zahnschmelz und sorgt dadurch für Löcher.
Forscher züchten inzwischen Bakterien, die statt Säure eine Alkoholverbindung produzieren und damit nicht den Zähnen schaden. Diese Keime könnten eines Tages den Platz der Streptokokken einnehmen. Eine dauerhafte Impfung gegen Karies wird es aber nicht geben.
Worauf es ankommt. Fast jeder von uns wird in der Kindheit mit Kariesbakterien infiziert. Das klassische Beispiel ist die Mutter, die einen Löffel ihres Kindes abschleckt (kann aber auch Vätern passieren). Wer als Kind von der Zahnfäule verschont bleibt, der braucht später selbst beim Zungenkuss keine Angst zu haben. „Mit 20 Jahren sind die Keime nicht mehr übertragbar”, sagt Professorin Annerose Borutta von der Poliklinik für präventive Zahnheilkunde in Erfurt. „Die Mikroflora des Mundes etabliert sich in früher Kindheit.“
Parodontitis – Entzündung im Fleisch
Was früher Parodontose war, nennt sich heute Parodontitis: eine entzündliche Erkrankung des Zahnfleisches oder der Kieferknochen. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland leidet darunter. Ab 35 Jahren ist die Erkrankung häufiger als Karies. Verursacher sind Bakterien, die in Zahnfleischtaschen siedeln und sogar ohne Sauerstoffzufuhr auskommen.
Worauf es ankommt. Angefressene Kieferknochen lassen sich mit Knochenersatzmaterial wieder aufbauen, präventiv zu handeln ist allerdings besser. Entzündungen gedeihen immer zwischen den Zähnen, deshalb sollten Sie dort besonders gründlich putzen.
Speichel als Schmiermittel
Im Speichel finden sich antibakterielle Substanzen, aber auch Mineralien wie Calcium und Phosphat, die den Zahnschmelz stabilisieren. Wenn der Speichelfluss längere Zeit stockt, etwa durch Einfluss von Stress oder Medikamenten, dann herrscht höchste Alarmstufe. US-Wissenschaftler stellten zum Beispiel eine um 84 Prozent erhöhte Karieshäufigkeit bei Ratten fest, denen ein Medikament mit dem Bluthochdruck-Wirkstoff Clonidin verabreicht wurde.
Worauf es ankommt. Nur Medikamente einnehmen, die keinen negativen Einfluss auf die Speichelproduktion haben. Andernfalls hilfreich: fluoridhaltige Mundspülungen. Generell gilt: viel trinken. Allerdings keinen Kaffee, denn das Koffein hemmt den Speichelfluss. Kaugummi sorgt für eine bis zu zehnfache Speichelmenge.
Weiße Zähne – nicht um jeden Preis
Laut einer Umfrage des Kuratoriums perfekter Zahnersatz halten 92 Prozent aller Deutschen schöne Zähne für wichtig. Jede normale Zahncreme enthält einen so genannten Abrasivstoff (meist Bimsstein), der den Zahn reinigt. Die speziellen Bleaching-Produkte müssen die natürliche Kristallstruktur des Zahnschmelzes jedoch ein Stück weit zerstören, um zu wirken. Fatal für den Schmelz ist Raucherzahncreme, die ungefähr so schonend wirkt wie ein Schwingschleifer.
Worauf es ankommt. Neue Produkte auf Carbamid-Peroxid-Basis garantieren weiße Zähne für einen Zeitraum von ein bis drei Jahren. So hat der Schmelz Zeit, sich von der Prozedur zu erholen. Nur die Erstbehandlung erfolgt beim Zahnarzt, danach nimmt man eine Tube Gel mit nach Hause und trägt es mehrere Wochen lang über Nacht auf (so genanntes Home-Bleaching). Die Kosten liegen bei rund 500 Mark.
Ernährung und die Regmineralisierung danach
Stellen Sie sich eine Schale Rhabarberkompott vor, die Sie sich als Nachtisch einverleiben. Anschließend fahren Sie gedanklich mit der Zunge über die Zähne. Deren Oberfläche wirkt stumpf, denn die Säure entmineralisiert den Zahnschmelz. Ähnliches gilt auch für Fruchtsäfte. Entscheidende Hilfe bei der Regmineralisierung, also der Wiederherstellung des Schmelzes, leisten Fluoride. In Staaten wie USA und Irland werden Spurenelemente dem Trinkwasser zugesetzt. Auch in der DDR gab es Fluoride aus dem Wasserhahn.
Worauf es ankommt. Verwenden Sie floriertes Speisesalz. Nach sauren Mahlzeiten benötigen Zähne Zeit zur Regmineralisierung. Zirka eine halbe Stunde keine Zähne putzen, bis sich die Oberfläche glatt anfühlt – sonst schrubbt man den angegriffenen Schmelz mit ab. Süßes konsumieren Sie am besten so selten wie möglich, aber das wissen Sie ja schon. „Und wenn Sie es sich gar nicht verkneifen können, dann verschlingen Sie lieber eine Tafel Schokolade auf einmal, als die Stückchen über den ganzen Tag verteilt zu knabbern“, sagt Annerose Borutta.
Mundgeruch durch Bakterien
Schuld an übelriechendem Atem ist in vielen Fällen Zungenbelag. Die Erzeuger fauliger Gase sind Bakterien, die Proteine zu schwefelhaltigen Verbindungen verarbeiten. Besonders gefährdet sind Menschen, die von Berufs wegen viel sprechen müssen und außerdem unter Stress stehen.
Worauf es ankommt. Schrubben Sie nach dem gründlichen Putzen der Zähne mit der Zahnbürste auch gleich ein paar Mal über die Zunge. In Apotheken sind spezielle Zungenputz-Werkzeuge erhältlich, die aber keine nennenswerten Vorteile bringen. Ein Kaugummi hilft kurzfristig gegen einen trockenen Mund.
Piercing – keinen Schrott in die Mundhöhle
Schon der Gedanke daran lässt Zahnärzte schaudern. Piercing bringt Fremdkörper in die Mundhöhle, deren Wirkung nicht hundertprozentig kalkulierbar ist.
Worauf es ankommt. Wenn schon Piercing, dann nur mit biokompatiblem Material wie Goldlegierungen oder Platin.
Zahnersatz – mit Gentechnik kein Drama mehr
Ihnen ist schon der eine oder andere Zahn abhanden gekommen? In Zukunft ist auch das kein Drama mehr. Mit Hilfe gentechnischer Methoden sind US-Forscher in der Lage, alle Zellen zu entwickeln, die zum Zahn gehören. Bis zur Serienreife dieser Methode dürften allerdings noch einige Jahre vergehen.
Worauf es ankommt. Ist ein Zahn erst mal draußen, hilft die beste Prävention nichts mehr. Gute Zahnimplantate halten inzwischen jedoch rund 20 bis 30 Jahre – ähnlich lange wie die klassische Brücke.
Tipp 4 :
Warum sind neue bahnbrechende Methoden nicht weiter verbreitet?
Nehmen wir ein am an, ein Arzt entdeckt in seiner eigenen Praxis eine Behandlung gegen AIDS. Er setzt diese Behandlung fortlaufend bei 200 Patienten ein und kann sie heilen, ohne daß ein einziger “Mißerfolg” auftritt.
Das wird “Einzelfallbeschreibung” genannt und niemals von der etablierten Schulmedizin als stichhaltige Wissenschaft akzeptiert.
Wenn ein Arzt nicht: 1.) Hunderte Millionen DM zusammenkratzen kann, die man durchschnittlich braucht, um die Tests durchzuführen, die die offiziellen staatlichen Zulassungsbehörden fordern, und 2.) sechs bis zehn Jahren damit verbringt, einen meterhohen Stapel an Papier für die Gesundheitsbehörden auszufüllen.
... hat er Pech gehabt (und mit ihm auch wir alle!).
Und sollte sein Heilmittel von einem Ananasstile, einem Baumstamm oder einer Knoblauchzehe stammen, handelt es sich um eine nicht patentierbare natürliche Substanz, und es wird keiner pharmazeutischen Firma auch nur einen Pfennig wert sein, es als Medikament zu verkaufen.
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