Tipp 1 :
Risiken beim Baden
Urlauber in Mittelmeerländern klagen immer häufiger über unangenehme Hautreizungen. Sie sind meist auf verschmutzte Gewässer und Sandstrände zurückzuführen.
Statt auf ein dünnes Handtuch, sollte man sich besser auf eine Iso-Matte oder auf Felsen legen.
Plastikbadeschuhe schützen vor scharfkantigen Muscheln und Seeigel-Stacheln. Ein altes Fischer-Rezept hilft gegen Stiche: Legen Sie eine mit Weinessig getränkte Kompresse auf die Wunde. Das löst über Nacht zumindest die Stacheln auf, die kurz unter der Hautoberfläche stecken.
Wenn sie nicht von den einheimischen Behörden ausdrücklich freigegeben wurden, sollten Urlauber nicht in tropischen Seen oder Flüssen baden. Diese Gewässer sind häufig durchsetzt von Parasiten, die schwere Krankheiten auslösen können (zum Beispiel Bilharziose: Hakenwürmer, die Jahre später die inneren Organe zerstören). Oder man begegnet gefährlichen kleinen Raubfischen (Piranhas im Amazonasgebiet), die ganze Körperteile abfressen.
Tipp 2 :
So beugen Sie Lebensmittelergiftungen vor
Nur essen und trinken, was durchgebraten, durchgekocht oder geschält ist. Sonst die Speisen lieber liegen lassen.
Kein Leitungswasser, sondern gut gekühltes Mineralwasser trinken. Unbedenklich sind auch Säfte, Limonade und Bier aus originalverschlossenen Flaschen sowie Kaffee, Wein und Tee.
Selbstversorger sollten Wasser grundsätzlich abkochen.
Obst immer schälen oder frisch zu Saft pressen.
Vorsicht mit Wassermelonen: mancherorts werden sie mit Leitungs- oder Flußwasser gespritzt. (Die Injektion erhöht das Gewicht, den Preis und das Risiko.)
Auf offenes Speiseeis, unpasteurisierten Käse und andere Milchprodukte verzichten. Keine rohen oder halbgaren Eier oder Salate essen.
Vorsicht ist geboten bei Speisen, die mit Folie abgedeckt warmgehalten werden. Das darunter entstehende Treibhausklima verschafft Mikroorganismen ideale Wachstumsbedingungen.
Keine säurehemmenden Magenmittel einnehmen. Magensäure ist die beste Barriere gegen schon geschluckte Erreger.
Echte Vergiftungen sind selten, aber umso gefährlicher:
Ciguatera-Vergiftungen können nach dem Genuß von tropischen Fischen aus dem Pazifik und der Karibik auftreten. Dabei werden Nervengifte durch im Fisch lebende Einzeller übertragen. Die Symptome (einige Stunden nach dem Essen): Darmkrämpfe, Schwitzen, Schüttelfrost, Erbrechen, Krämpfe und ein taubes Gefühl und Brennen im Mundbereich. Sofort den Arzt aufsuchen.
Werden dunkelfleischige Fische ( z.B. Makrelen, Thunfisch) zu warm gelagert, können Histamine entstehen. Das Fischgericht kann dann metallisch oder pfefferig schmecken. Es kommt zu roten Flecken auf der Haut, Atemproblemen, heftigen Bauchschmerzen und Erbrechen. Sofort einen Arzt aufsuchen.
Durch schlecht konservierte und unsachgemäß konservierte Fisch- und Fleischwaren können sich Toxine bilden, die im schlimmsten Fall durch Atemlähmung zum Tod führen können.
Weniger gefährlich sind Lebensmittelvergiftungen durch Staphylokokken, Kolibakterien oder Eiterkeimen. Hinzu kommen Viren, Bakterien und Einzeller, die Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auslösen können.
Tipp 3 :
Reisethrombose im Auto: So stoppen Sie die Gefahr
Nicht nur im Flugzeug kann eine Reisethrombose drohen. Auch wenn Sie eine längere Urlaubsreise mit Auto der Bus planen, sollten Sie an Ihre Venen denken. Das sicherste Mittel, gesund anzukommen, ist einfach umzusetzen: machen Sie Pausen und bewegen Sie sich immer wieder. Mit diesen 7 Tipps bleiben Sie gesund:
1. Planen Sie schon die Fahrt bewusst als Urlaubserlebnis. verabschieden Sie sich von dem Gedanken, schnell, womöglich in einem Rutsch, z.B. bis nach Spanien zu kommen. Legen Sie stattdessen bewusst fest eingeplante Pausen und Übernachtungen in schönen Gegenden fest.
2. Langes, beengtes stilles Sitzen ist das Hauptrisiko einer Beinthrombose, weil der venöse Rückstrom erheblich eingeschränkt ist. halten Sie deshalb spätestens alle 2 Stunden an, wenn Sie im eigenen Auto unterwegs sind. Nehmen Sie sich die zeit, an der frischen Luft herumzugehen. Räkeln Sie sich kräftig. Das erhöht auch Ihre Konzentration am Steuer und hält Ihren Kreislauf auf Trab.
3. Wechseln Sie sich, wenn möglich, am Steuer ab. Wenn Sie nicht fahren: Ziehen Sie die Schuhe aus und lassen Sie die Füße kreisen. Ziehen Sie die Zehen an, so dass Ihre Wadenmuskeln angespannt werden.
4. Auch gesunde Beine sind bei langen Reisen für eine Unterstützung der Venenpumpe dankbar, z.B. durch Reisekniestrümpfe.
5. Essen Sie 1 Tag vor Reiseantritt nur leichte Kost; legen Sie z.B. einen Reistag ein. Das wirkt entwässern und entstauend.
6. Acetylsalicylsäure, die z.B. in Aspirin enthalten ist, hemmt das Verklumpen der Blutplättchen, einen der Thrombose-Auslöser. nehmen Sie 1 Tablette mit 500 mg vor der Reise ein, wenn keine Erkrankung dagegen spricht.
7. Verzichten Sie auf Zigaretten.
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